Der Einfluss von Darmbakterien auf den Vitamin D Spiegel

Der Einfluss von Darmbakterien auf den Vitamin D Spiegel

Neue Forschungen der University of California San Diego haben ergeben, dass die Zusammensetzung des Darmmikrobioms mit dem Gehalt an aktivem Vitamin D zusammenhängt. Das ermöglicht ein neues Verständnis von Vitamin D und seiner typischen Messung. Laut der Studie kann Vitamin D mehrere Formen annehmen, obwohl Standard-Bluttests nur eine davon nachweisen. Dabei handelt es sich um eine inaktive Vorstufe, die vom Körper gespeichert werden kann. Um Vitamin D nutzen zu können, muss der Körper die Vorstufe in eine aktive Form umwandeln.

Laut der Studie ist die Vielfalt des Mikrobioms eng mit aktivem Vitamin D assoziiert, aber nicht mit der Vorläuferform. Man nimmt an, dass eine größere Vielfalt des Darmmikrobioms, also die Anzahl der Bakterientypen im Darm, mit einer besseren Gesundheit im Allgemeinen verbunden ist.

Mehrere frühere Studien haben darauf hingewiesen, dass Personen mit einem niedrigen Vitamin D-Spiegel ein höheres Risiko für Krebs, Herzerkrankungen, psychischen Erkrankungen und andere Krankheiten haben. Auch vor leichteren Erkrankungen, wie zum Beispiel Erkältungen, soll es schützen. Die bisher größte klinische Studie mit mehr als 25.000 Erwachsenen kam jedoch zu dem Schluss, dass die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten keinen Einfluss auf die Gesundheitsergebnisse hat, einschließlich Herzerkrankungen, Krebs oder Knochengesundheit.

Diese Studie legt nahe, dass das daran liegen könnte, dass in diesen Studien nur die Vorläuferform von Vitamin D gemessen wurde und nicht das aktive Hormon. Messungen der Vitamin-D-Bildung und des Vitamin D-Abbaus könnten bessere Indikatoren für zugrundeliegende Gesundheitsprobleme sein. Außerdem könnte es zeigen, wer am besten auf eine Vitamin-D-Supplementierung ansprechen würde.

Die Vitamin D Aufnahme durch den Darm ist entscheidend

Neben dem Zusammenhang zwischen aktivem Vitamin D und der Gesamtvielfalt des Mikrobioms stellte das Team auch fest, dass 12 bestimmte Bakterientypen häufiger im Darmmikrobiom von Männern mit viel aktivem Vitamin D auftraten. Die meisten dieser 12 Bakterien produzieren Butyrat, eine Fettsäure, die die Gesundheit der Darmschleimhaut unterstützt. Darm-Mikrobiome sind sehr komplex und variieren stark von Mensch zu Mensch. Dementsprechend selten werden solche Auffälligkeiten gefunden.

Da die Teilnehmer der Studie aus verschiedensten Orten der USA kamen, gingen die Forscher davon aus, dass die Probanden unterschiedlich hohe Vitamin D Werte aufweisen würden. Schließlich verursachen geografische Unterschiede auch einen Unterschied in der Menge des Sonnenlichts, denen die Menschen ausgesetzt sind (Vitamin D wird vor allem durch Sonnenlicht gebildet). Wie erwartet wiesen die Probanden an den Sonnenreichsten Orten auch die höchsten Werte der Vorläuferform von Vitamin D auf. Allerdings fanden die Forscher keine Korrelation zwischen dem Ort, an dem die Männer lebten, und ihren Spiegeln des aktiven Vitamin-D-Hormons.

Es scheint, als ob es keine Rolle spielt, wie viel Vitamin D Sie durch Sonnenlicht oder Nahrungsergänzung bekommen, noch wie viel der Körper speichern kann. Vielmehr kommt es darauf an, wie gut der Körper dazu in der Lage ist, es in aktives Vitamin D umzuwandeln. Vielleicht ist dieser Wert das, was zukünftige klinische Studien messen müssen, um ein genaueres Bild von der Rolle des Vitamins für die Gesundheit zu bekommen. Auch für die Vergabe von Rezepten für Vitamin D Supplemente könnte diese Forschung ein Novum bedeuten.

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